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Philosophie

Ich vertrete ein   ganzheitliches Menschenbild.

Schon Platon (400 vor Chr.) hatte die Ärzte seiner Zeit dazu aufgefordert, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Diese Denkweise ist hinter dem Begriff Psychosomatik innerhalb der Ärzteschaft erst in jüngster Zeit wieder verstärkt zu beobachten. Psychosomatik, die Lehre von der Beziehung zwischen Seele (Psyche) und Körper (Soma), geht davon aus, dass es eine enge Wechselwirkung zwischen beiden gibt, so dass seelische Einflüsse auf den Körper einwirken und ihn organisch krank machen. Umgekehrt bleiben schwere körperliche Erkrankungen nicht ohne Rückwirkung auf die Seele. Für meine hausärztliche Tätigkeit bedeutet dies, dass in der Diagnostik und Behandlung der Krankheiten biologische, organische, psychische und soziale Umweltfaktoren berücksichtigt und einbezogen werden. Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Behandlung in unserer Praxis ist die Bereitschaft der Patienten, aktiv an ihrer Behandlung mitzuwirken. Wir gehen davon aus, dass im weitesten Sinne „Erkrankungen“ ein fehlgeschlagener bzw. ineffektiver Versuch des Menschen ist, sein inneres und äußeres Gleichgewicht und Wohlbefinden zu erhalten. Dazu hier ein Beispiel: Krankheit entsteht beispielsweise nicht schon dann, wenn ein menschlicher Körper sich mit Bakterien infiziert, sondern erst dann, wenn die körpereigenen Copingsstrategien versagen. Für die Patientenbehandlung folgt aus dem oben Gesagten, dass in der Behandlung nicht nur der aktuelle Befund, sondern alle oben erwähnten Faktoren, einbezogen werden. Bezüglich der angewandten Behandlungsverfahren ist mir bewusst, dass im Gebiet der somatischen Medizin (Schulmedizin) auf viele Fragen bisher keine befriedigende Antwort gefunden wurde und dass mit ihren Mitteln nicht alles heilbar ist. Es ist mir andererseits bewusst, dass einige Verfahren, die früher schulmedizinisch abgelehnt wurden, heute integraler Bestandteil dieser sind. Ich bevorzuge deshalb ein pragmatisches Behandlungskonzept was in erster Linie diejenigen Verfahren anwendet, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standgehalten haben. Gleichzeitig bin ich aber bereit, in Fällen, in denen die Schulmedizin nachweislich keinerlei Lösungsvorschläge zu bieten hat, auch auf andere Behandlungsverfahren zurückzugreifen, soweit diese Verfahren mindestens plausibel erscheinen und andererseits von Patienten gewünscht werden. In psychotherapeutischen Behandlungen vertrete ich den Standpunkt, dass keines der heute gängigen Verfahren bzw. der etablierten Schulen für jede Erkrankung dieses Bereichs die ideale Behandlungsmethodik bereithält. Ich favorisiere deshalb einen schulenübergreifenden, symptom- und patientenbezogenen, psychotherapeutischen Ansatz, der tiefenpsychologisch fundierte Verfahren, humanistische Psychologie (z.B. Transaktionsanalyse), autogenes Training und Hypnoseverfahren einschließt.